Imkerei

Die Imkerei ist in erster Linie eine durchaus erfüllende Beschäftigung und Spaß im Umgang mit Honigbienen sowie deren Vermehrung und Pflege.

Dies bringt es natürlich mit sich, dass vielfältig nutzbare Produkte anfallen wie Wachs, Blütenpollen, Propolis und Honig. Diesen Honig können Sie kaufen, solange der Vorrat reicht.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter dem Abschnitt „Unsere Produkte„.

Ein Blick ins Bienenvolk gefällig? Wenn Sie möchten, zeige ich Ihnen gerne das Innenleben und die gute Stube unserer Bienen. Voraussetzung ist ruhiges Sommerwetter ohne Gewitterluft und etwas Mut.

Gestatten: unsere Mitarbeiterinnen

Apis mellifera carnica – Kärntner Honigbiene

Unsere Bienen stammen ursprünglich aus der Region um Kärnten, sind in den Alpen auf natürliche Weise als Wildform entstanden und vertragen daher die Wetterschwankungen im Hochgebirge ausgesprochen gut. Diese Eigenschaft passt natürlich auch sehr gut in Regionen nördlich der Alpen.

Die meisten Imker in unserer Region betreuen diese Bienenrasse, weil sie weitgehend sanftmütig, gute Nektarsammler und auch Blütenbestäuber sind.

Foto unten: Die Imker in den Alpen hatten es nicht immer einfach. Der Transport verlief oft huckepack …

Organisationen

Das Leben mit Bienen

Die Beschäftigung mit Bienen ist faszinierend und eindrucksvoll zugleich. So lehren uns diese Tiere, die im Sommer eine Anzahl von etwa 30- bis 50 000 Bienen je Volk annehmen können, durchaus Respekt vor ihrer Wehrhaftigkeit, Achtung für ihre eindrucksvolle Fähigkeit zur Selbstorganisation, sowie Anerkennung für ihren nahezu unbändigen Fleiß.

So ist die Imkerei, der Umgang und die Beschäftigung mit Bienen mehr als nur Honig, Ertrag und wirtschaftlicher Aspekt.

Ein Bienenvolk mit rund 50.000 Tieren entsendet an einem guten Sommertag ungefähr die Hälfte des Schwarms als „Flugbienen“, die auf die Suche nach Pollen und Nektar gehen. Eine einzelne Biene wird dabei ungefähr 10 mal pro Tag ausfliegen und bei jedem Ihrer Trachtflüge jeweils 10 Blüten bestäuben. So kommen wir auf eine Summe von rd. 2,5 Millionen Blütenbestäubungen die von diesen fleißigen Sammlerinnen an einem einzigen Tag erledigt werden.

Mehr als 50 Millionen Jahre

Honigbienen leben seit mehr als 50 Millionen Jahren auf unserer Erde. In dieser sehr langen Zeit waren und sind sie bis heute ganz unterschiedlichen Lebensbedingungen und auch widrigen Umständen ausgesetzt. Daran sind sie „gewachsen” und sie sind auf eine einzigartige Weise damit erfolgreich.

An ihrem Erfolg lassen sie uns teilhaben indem sie uns Produkte schenken, die durchweg als Heilmittel wirksam sind; Honig, Pollen, Wachs, Propolis, Gelee Royal; dafür können wir ihnen dankbar sein.

Vieles aus der Welt der Bienen liegt heute für uns im Sichtbaren, im Hörbaren, im Fassbaren. Eine eigene Welt tut sich dem interessierten Beobachter auf, wenn er sich dem Leben der Bienen tiefer zuwendet und durch den Blick in ein Bienenvolk vom verborgenen Zauber dieser Lebensgemeinschaft inspirieren lässt. Dort kann man die andere Seite der Grenze zumindest erahnen, denn unseren menschlichen Sinnen ist immer noch nicht alles offen zugänglich, schon gar nicht die vielfältige Weise wie Bienen miteinander kommunizieren und sich organisieren. Es lohnt sich, auch ohne imkerliche Interessen oder Kenntnisse, eine Beziehung zu den Bienen aufzunehmen und die vielfältigen Kleinigkeiten zu entdecken, die sich am und im Bienenstock abspielen. Dem Suchenden eröffnet sich vielleicht eine Ahnung für die Wunder der Natur und den fast schon mystischen Abläufen, für die wir modernen Menschen den Zugang verloren haben.

Viele Naturreligionen und Kulturen aus vergangenen Epochen erkannten, dass die Bienen sehr fleißige, schamanische Krafttiere sind, die in einer organisierten Gemeinschaft mit einer  strukturierten Lebensgemeinschaft und gut durchdachten Logistik leben. In der Vorstellung der Kelten und Germanen, kamen die Insekten aus der Sonne und waren unmittelbar mit ihr verbunden. Sie galten in unseren Breiten deshalb als Lichtwesen, die aus der hellen, verborgenen Welt des Geistes kommen. Betrachtet man die Bienen an sonnigen Sonnentagen bei Ihrer Arbeit, so wird deutlich, weshalb man mancherorts Bienen im Volksmund auch als Sonnentänzer bezeichnet und Bienen Tiere sind, die auch tatsächlich mit der Sonne tanzen, aus der sie geboren wurden.

Die imkerliche Praxis wird heute größtenteils von der Maximierung der Honigerträge dominiert. Die natürlichen Lebensbedürfnisse der Honigbienen geraten dabei leicht aus dem Blickwinkel. Bienenhaltung und Völkerführung im Jahreslauf, werden von Imkern in ganz verschiedener Weise praktiziert. Da scheint es manchmal angeraten, einen Schritt zurückzutreten und die Bienen zu fragen, was sie sich eigentlich wünschen würden, mit dem Blick auf eine durch den Menschen mit Plastik vermüllten Welt.